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Kleine Sitten-Gemälde für Kinder / von J.M. Armbruster
Entstehung
Seite
63
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Wie froh war Karl, einen Gefährten gefundenzu haben, der ihm so gefällig schien. Leichten Sin-nes trabte er neben demselben einher und erzählteihm offenherzig: Dass er dem väterlichen Hanse ent-laufen sey. Dabey vergaß er nicht, seiner Uhr undeiniger anderen Dinge von Werth zu erwähnen, dieer weislich zu sich gesteckt habe. Der Fremde lächelteboshaft bey dieser Erzählung. Aber Karl hielt esfür ein Lächeln des Beyfalls.

llm die Mittagzcit kamen die Reisenden in eineDorfschenke. Der Fremde bestellte sogleich ein gutesMittagsmahl für sich und den jungen Herren, irrdessen Diensten er stehe. Welche Freude für un-seren Helden, in dem Gasthofe als Herr eines Be-dienten Zu erscheinen! Aber bald verwandelte sichdas augenblickliche Vergnügen in Verdruß. Dennder sogenannte Bediente griff nicht nur zuerst indie Schüßeln, sondern verschlang auch, den größtenTheil dessen, was man auftischte, niit solcher Be-hendigkeit , daß Karl noch hungerte und dürstete,als er aufstand. Aber noch nicht genug/ Er mußtenun auch auf den Befehl seines Führers die ganzeZeche bezahlen, zu welcher all seine Vaarschast nurzur Noth hinreichte.

Voll inneren Grimms beschloß er jczt, bey derersten Gelegenheit von einem so ungerechten usd