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Kleine Sitten-Gemälde für Kinder / von J.M. Armbruster
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76
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das Herr. Alle bösen Handlungen,'welche er seiteinem Jahre begangen hatte/ stellten sich jert seinemGedächtnisse dar und ängsteten ihn über die Art/wie er empfangen werden würde. Gott im Him-mel/ seufzte er und faltete die Hände, Gott imHimmel, erbarme dich meiner. Ich habe meinenVater und meine Mutter beleidiget. Aber ich willes nicht wieder thun. Sey du mit mir, wenn ichvor thuen erscheine!« Und leichter ward ihm um'sHer;. Doch wartete er noch, bis es dunkler wurde.Dann schlich er leise, wie er entflohen war, sich indas Haus, und verbarg sich, ohne daß Jemand ihnbemerkte, hinter einem Schranke im Speisezimmer,wo der Tisch bereits gedeckt war. Hier wollte erhören: ob man nicht etwa von ihm sprechen würde undob seine Aeltern so erzürnt seyen über ihn; dann erstwollte er hervortretten und ihnen zu Füssen fallen.Mach wenigen Augenblicken sezte man sich zu Tische.Wenig wurde gesprochen. Nur einige Seufzer hörteKarl und Thränen traten ihm in's Auge, weil erfühlte: daß wohl Niemand Anderer, als er, dieUrsache dieser Seufzer seyn könne.

Endlich fieng Frau Wagner an: Wo auch jeztunser armer Karl seyn mag? Heute sind es geradevrrrzehen Tage, daß er sich entfernte . . . vierzehenlange kummervolle Tage!