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Kleine Sitten-Gemälde für Kinder / von J.M. Armbruster
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118
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hin und her. Endlich siel es ihm ein: lange Stäbe vongleicher Höhe mir Weiden an zwey Queerhölzer zubefestigen, und schnell ward dieser Einfall ausgeführt.Diese Art von Thüre, so wenig künstlich sie auchgebaut war, schürte doch wenigstens, wenn mansie des Nachts von innen an den Eingang der Höhlelehnte, die Schlafenden vor dem Besuche der Füchse,Dachse und anderer Waldthiere. Daß die stärkere,kundigere Hand der Mutter zu all diesen Arbeiten ammeisten mitgewirkt haben werde, kann man sich leichtdenken.

Indessen gieng der kleine, dürftige Verrath vonschwarzem Brod und Erdäpfeln, welchen Frau Zim-mermann mit sich genommen hatte, allmählig aufdie Neige. Sie sagte dieses den Kindern. O, fielJakob ein, da wollen wir bald helfen, Lisettchenund ich. Ich mache Körbchen von Baumrinden, undfülle sie mit frischgepflücktcn, süßen Erdbeeren. Liselteaber sammelt schöne, wohlriechende Blumen im Waldeund an der Quelle. Dann gehen wir mit dem klei-nen Krame in die Stadt, die wir dort in der Fernesehen, lösen baar Geld, und ohne Brod kommenwir gewiß nicht zurücke. Frau Zimmermann freutesich dieses Entschlusses. Damit alles schneller gehe,machte sie selbst die Körbchen, band die auserlesenstenaus den Blumen, die Liselte brachte, in niedliche pyra-