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Briefe einer befreiten Nonnen
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zeichnen und anders mehr, womit ich mirdurchhclfen kann; zu Leiden und Kran-kungen bin ich abgehärtet/ und wenn auchbittre Noht auf mich wartet, ich will allesertragen mit Gedult, nur daß ich widerMenschen um mich habe, die des Elendenin seiner Noht nicht spotten.

Ach du weist nicht was es ist im tiefstenmenschlichen Elend zu schmachten, ohne Hoff-nung einer Erlösung aus dem Kerker! duGlüklichc unter deinen Kindern weist nichtwas es ist, mit einem Gelübde immer aufund nidcr zu gehen, das Gott und seinerNatur trozet, und uns in unserm Innerstenzum Fluch der Schöpfung brandmarket!Ach unter Menschen zu wohnen, um vonihnen ausgeschlossen zu seyn, bestimmt zu denschreklichsten Leiden, unter beständigem Kampfvon Natur und Religion, Liebe und Verzweif-lung, dem Tod entgegen zu jammern, ohneeinen andern Trost als die Seufzer neuerUnglücklichen um uns her, die nach undnach auS ihrem Schlummer erwachen, undsich in unauflöslichen Feßlen fühlen Oliebe Schwester! laß mich einen Vorhang