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Briefe einer befreiten Nonnen
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Seite
6
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über diese Scenen ziehen, du hast so keinenSinn dafür: du kannst keinen haben, weilsie ausser den Gränzen freyer Menschheitliegen. Wohl denn auch dir! du bist Gat-tin und Mutter und so segne dich Gottund alle deine Lieben! Gedenke meiner imBesten!

Den ;e> Aprill 1782.

§ohn es Gott dem grossen Edlen, der unswider Genuß des Lebens und Freyheit gab!Ich habe meine AuSsteur bekommen undmir schon ein Kleid angeschaft, das michwider in die allgemeinen Rechte der mensch,lichen Gesellschaft sezt. Was das für eineFreude ist! Ich gehe herum wie ein Kindin seinem neuen Sonntags - Iäkchen , undbesitze mich immer ob ichs bin, ich, die erstnoch so nidergeschlagen und in meinem In-nersten zerrissen war, und jezt so glücklichbin? Ich habe mich auf meine Knieegemorsten, geweint und gebötet, zum er-stenmal in meinem Lebe» die seligen Lhrä-