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Kurzer Entwurff der Übung des Christenthums, oder, Der thätlichen Gottesgelehrtheit, darinnen die Sünder zum Stand der Gnaden angeleitet, und Begnadigte unterrichtet und aufgemunteret werden, heilig versicheret und getrost zu leben und zu sterben / von Eduard Meiners ... ; aus dem Holländischen übers. von David Felss
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Daö »sie Haubtstuck.

Von der Regierung des Temperaments/undder Gemüths - Bewegungen.

§. i.

Temperament ist nichts anders/ alsdie Beschaffenheit des Leibs, odeedesBlurs und derGäffcen im menschli-chen Leib. Darnach richten sich, auf verschie-dene Weise, die Girren der Seele. Es ist an-bey sehr verschieden; Bey einigen ist es leben-dig und ftölich,bey andern finster und schwer-mürhig.Bey einigen hefftig/bey andern sanffr-mürhig. Bey einigen wollüstig, bey andernmäßig. Bey einigen vermessen/ bey andernkleinmüthig und blöde. Bey einigen steift'undunbeugsam, bey andern veränderlich.

§. 2. Die Regierung des Temperamentsbestehet insgemein darinnen, daß man sich des-sen Verbesserung angelegen seyn, und sich da-durch nicht verführen läßt, sondern vielmehrzum Guten anwendet. Insbesondere i.Werein lebhaffres und fröliches Temperamenthat, muß dasselbe im Zaum halten, und es an-wenden, dem HErrn mit einer frölichen Leb-haffrigkeic zu dienen. Ps» ios: 2. Diener demHErrn mir Freuden. 2.^ Wessen Tempera-ment finster und schwermüchig ist, trachte esdurch Mäßigkeit/ in Speiß, Tranck u. Schlaf,und anständige Übungen und Erquickungett,auch Geschäffrigkeir in dem Werk des HErrn,aufzuwecken und zu verbesseren, und wende

es