2?2 Neid.
und zu werden, würde man besonders auch dieJugend nie so etwas hören lassen, so würde einso schimpfliches Laster entweder gar nicht, oderLoch selmer unter den Christen gefunden werden.
Zur Entheiligung des Namens GOttes ge-hört denn auch Schwören, Fluchen, GOttes-lästern, Meineid, u. s. w. (S. unter ihren Titeln.)
Neid.
Was-sterr Neid ist ein Mißvergnügen, eine unge-stümme und verdrießliche Gemüthsbewegung überdas Vergnügen und das Glük andrer, entwederweil wir es nicht gemessen, oder weil es eben siegemessen. —
Quelle». Es entsteht überhaupt aus einer allzuweit-getriebnen Selbstliebe. Der Neidische kennt kei-nen Nächsten, als nur sich, und lebt für nie-mand als nur für sich. Er rührt auch her vonUnzufriedenheit mit seinem Zustande — vonStolz oder Irrthum, da man das Glück and-rer für grösser hält, als es wirklich ist — oderaus Habsucht, oder aus menschenfeindlichen,gehässigen Gesinnungen.
Schändlich. Es ist ein sehr schändliches Laster. GOttverbietet es, es hindert alles Gute und ist eine. Quelle der fchwärzsten Laster und von jeher eine
Eigen-