294 Schmeichele^.
verräth man eine wilde Gemüthsart und schadetfeiner eignen Gesundheit und Ruh, macht sichbey Menschen verhaßt und der Strafe GOtteswürdig. Math. V. 22. „ Wer seinen Bruder einen„Gottlosen, oder Ketzer schilt, ist des höllischen„ Feuer schuldig!" r Joh. III. i A. „ Ein jeder der„seinen Bruder hasset, ist ein Todschläger!'' —
Mittel sich Dieß oft und ernstlich bedenken, alle An-davor zu Ee wo man dazu verleitet werden könnte, Spiel,Ea ren. Schwelgen, Geiz, u. s. f. meiden, mehr aufsich als auf andre sehn, über sein Herz wachen,seine Zunge meistern lernen. dieß sind die beßtenMittel wodurch man sich vor diesem Laster be-wahren kann.—
Zum Aufschlagen dienen folgende Stellen:1 Petri II. rz. III. 8-18. 1 Cor. IV. 12. iz.Syrach XXIII. 20.
Schmeicheley.
Was es ist. gehört zu den Lügen und der
Falschheit, und ist diejenige Unart, da man einenandern wider besser Wissen und Gewissen lobt,oder was würklich lobenswürdig ist, übermässigerhöht — das Kleine vergrößert, und das waszu tadeln wäre verkleinert, zu gefallen redt oderQuellen, schweigt. — Es entsteht meistens aus Eigen-nuz, aus Falschheit und schändlicher Gewohn-Schändlichk.heit; und ist ein schändliches Laster, daß einen
Menschen