ßnstern Anstrich gegeben. Auch in der Mgierungs«und Glaubensform, wie in der Kleidertracht und Le-bensart herrschten Steifiqkeit und Wirrwar. Ausden Straßen und in den Besuchzimmern, wie in derKirche und i» dem Senate stießen gegen einanderältere «nd neuere, fremde und einheimische Moden,so wie solche Meynungen. Verscheucht waren dieGrazien, und nur den ernsthaften Musen opferteman, aber wie oft nicht mischte sich unter dieseder Zwietracht schwarzes Gefolge r Nicht ohne Ge-fahr vor Verfolgung wagte sich der eine und andereGclbstdcnker hervor. Hin und wieder bestrafte manmit dem Vannstrale die geringste Abweichung nichtnur von der Kircheulehre, sondern auch von derGchullehre. Scheuchzers Naturhistorie erklärte manfür profan, Coperniks Weltbau für atheistisch, Twain»merdammS Saamenthiergen für schlüpfrig. Wegeneiniger verschiedenen Lesearten in den heil. Büchernverbannte man ich Basel noch im I. 1750 den be-rühmten Wetstein; noch im I. 1737 zog man inZürich den Chorherr Zimmermann zur Verantwor-tung, daß er verschiedene Stufen der Seligkeit fürmöglich gehalten. Nur allmählig verbreitete sich ausandern Ländern, z. B. aus England, aus Frankreich und besonders aus Brandenburg , eine liberalere Denk-art auch über die Schweiz . Nach dem einheimischenRrligivns- und Landfrieden vvm 1 .17er wurden dir
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