moralischen und politischen Seuchen zu verwahren,Pfropft man sie nicht, wie anderswo, in Fabrikstädtezusammen, sondern sie leben hin und wieder zerstreutauf dem. Lande. Auch bey dieser so weisen Einrich-tung indeß begegnet man nicht ganz der Ungebunden«heit, welche beynahe nothwendig der Fabrikerwerbnachzieht. Wie sehr sich seit der Vermehrung diesesErwerbes theils die Bevölkerung, theils die Aollein-künste vermehrt haben, sieht man aus den Wasersche»und Schmchzerschen Tabellen. In dem KantoneZürich betrug im I. 1700 die Bevölkerung nichtmehr, als 1,9,441 Seelen, und im 1 .1762 betrugsie bereits 172,220 Seelen; im I» 1711 betrug derFabrikzoll 38,794 Pfunde, der Kaufhauszoll Z061;und im 2 > 17; i jener 82,^73 Pfunde, dieser 621z.Noch weit größer ist vielleicht anderswo die kaufmälwNische Thätigkeit, z. B. in St. Gallen und Basel ;in Zürich aber theilten bisher die Handelsleute weitmehr, als anderswo, ihre Zeit und Aufmerksamkeitzwischen die verschiedenen Beschäftigungen in demComptoir, in der Bibliothek und auf dem Nathhause.
Der Handelserwerb verbreitet zwar Reichthum,aber nicht allemal Allsklärung oder guten Ton undGeschmack. Theils jene fürchterliche Teurung zuEnde des i7tcn Jahrhunderts, theils die wieder-holten sowohl politischen als Religionsschwärmereyenhatten hie und da sowohl den Sitten als der Denkart