Band 
Vierter ud letzter Band.
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Haus- und Staatswirth auf die Ausbildung des Ge-schmackeS, für einträglich hält er keinen Zweig derGelehrsamkeit/ wofern er nicht geradezu und augen-scheinlich zehn per Cent einträgt, und der überklugeWirth bedenkt nicht, wie viele verderbliche Ausgaben,wie manchen Verlust beym Spiele, wie manche grö-bere Ausschweifung, wie manche Familienzwiste undbösartige Launen der Umgang der Musen verhindert.Freylich hängt er bloß von dem Zufalle ab, zuweilenbloß von der Einwirkung einzelner Köpfe, wenn sichunter dem Volke auch geistiger Genuß eben so, wiesinnlicher, ausbreiten soll. Wenn sich z. B> unterden schweizerschen Handelsstädten Zürich durch bessernTon und Geschmack auszeichnet, so schreibt sich dieserVorzug vielleicht seit BodmerS Epoche her. Wie steifund pedantisch war nicht vor dieser Epoche der geselligeTon und Umgang? Line elegante Zürcherin aus dem2ahre i 7 rr schildert Vodmcr (der Sittenmahler) un-ber folgendem Costümr „Sie tragt eine Mütze vonGold durchnäht; von der Mütze erhebt sich.einer hal-ben Elle hoch ein Gebüsch, das sich über die Stirnebittwölbt. Ihr Halsschmuck besteht aus zehnfach ge-schmelzten Kettlein; ihr Gewand ist von Brokart mitSvldgelben Blumen."*) Eben dieser Schriftsteller

*) Schweizer-Museum St. Vl. vom I. i/r;. ,U