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Anleitung zur Singkomposition
Entstehung
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z8 I Hauptst. IV Capitel. Von den verschiedenen

Exempel

vor: fünf Füssen in vierzehn und dreyzehn Sylben.

Diese haben einer Cäsur vonnöthen, welche an verschiedenen Oerkern Plahhaben kann, als nach der vierten, fünften, siebenten und achten Sylbe. Ins-gemein findet man solche nach der fünften Sylbe, so wie in den folgendenVersen:

Lästern und Schmähen s sind Waffen der neidischen Welt,

Welche Verdiensten j gemeiniglich ungestüm fällt.

Edle Gemüther I verlachen der Thörichten Wüten,

Welche zwar toben j und dennoch nichts schädliches brüten.

O O

Von vier Füssen mir zehn und eilf Sylben.

Diese und folgende kürzere dactylische Versarten erfordern keinen Einschnitt.Künftige Zeiten, mein lüsterner BlickWünschet in eure Vertiefung zu dringen.

Saget, was droht mir mein hartes Geschick?

Soll mir denn keine Vergnügung gelingen?

* O

Von drey Füssen mir sieben und acht Sylbe«.

Schädliche Lüste der Welt,

Schlüpfriges Fallbret der Tugend,

Von dem Verderber gestellt,

Hinderniß eifriger Tugend.

* *

Vor; zween Füßen mit vier und fünf Sylben.

Lache, mein Herz,

Weichet, ihr Sorgen,

Kummer und SchmerzSchwinde vor morgen.

Verse, die aus lauter weiblichen Zeilen von dieser Art bestehen, werdenadonische Verse genennet, z. E.

Artige Jugend,

Liebe die Tugend;

Laß dich erbitten,

Strebe nach Sitten,

Welche