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Anleitung zur Singkomposition
Entstehung
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Erstes HauMek.

Von dem Modischen Ausdruck eines Textes,

oder von der Mechanik der Singcomposition.

Erstes Capitel.

Bom Tonmaße der Sylben und den Klangfüßen

überhaupt.

§. i.

Erfahrung lehret, daß, wenn zwo Sylben, in Ansehung der zu ihrer^ I Aussprache gehörigen Zeit, gegen einander betrachtet werden, entwederzu der einen mehr Zeit ais zu der andern, oder zu eben derselben Sylbebald mehr , bald weniger Zeit erfordert wird. Es entspringen hieraus dreyer-ley Garrung von Sylben, lange, kurze und gleichgültige.

Lange Sylben sind, die in der Aussprache mehr Zeit als die nächst vor.hergehende oder nächst folgende Sylbe, erfordern. Ihr Zeichen ist Ausdem Gegentheile stießt die Erklärung kurzer Sylben. Das Zeichen dieser letz.ten ist ^. Nach dem vorhergehenden sind, vermöge der allgemeinen Erfahrung,. in den Wörtern:

geneigt, beredt, gewagt,

die ersten Sylben kurz, und die letzten lang. Hingegen sind in folgendenWörtern:

^ ^ V-

waller, Scharren, weise,die ersten Sylben lang, und die lezten kurz.

§« 3 «

Gleichgültige (willkührliche, ungewisse, gemeine oder zweifelhaf.re) Sylben sind, welche bald mehr, bald weniger Zeit in der Aussprache weg.

A z

nehmen,