DAS SIBENDE BÜCH. Cap. VIII. H.
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One iarzal.
Herr Johann Heggenzi, Johanniterordens meister und commentür zu Bübikonund Wadischwil am Zürichsee *)•
Erovv Anna Heggenzi hatt zwo döchteren Güta und Frena Heggenzi 2 ).
5 Anna Heggenzi, Heinrichs von Jestetten gmahel 3 ).
VON IIEGl.
Hegi, darvon diß edel gescblecht 4 ) sinen nannnen, stammen und harkommen hat,ist ein schloß und sitz sampt bigelegnem dorf glichs nammens zwüschend Sehen,
Ober Wintertur und | Wisedangen uf der rechten siten des Busses Eulach in der 1474grafschaft Iviburg Zürichgebiets, an einem gar lustigen und fruchtbaren ort gelegen.
10 Ist noch in gutem wesen 5 ) und nach abgang deren von Hegi uf die von FlohenLandenberg kommen. Herr Hug von Hobenlandenberg, bischof zu Costanz, ist ufdisent schloß geboren worden 6 ). Von denen von Hohen Landenberg kam Hegi ufdie von Halwil, die verkouftends der stat Zürich 7 )> die machtend ein vogtei darus.
Man soll alda vor wenig iaren under der erden etliche antiquiteten von gmür und1 s binnen wassertiichlen, ouch marmelsteininen blatten funden haben, anzeigungen dißBeckens hohen alters der wonung halb, das dann bi mir nüt seltzants, sittenmalener so nach bi Ober Wintertur, einem uralten römischen castel, gelegen. Bsich desStumpfen cronik am fünften büch das 31. capitel. | Wann aber, warum und us was 1475anlaß dise edlen von Hegi sich alhie zu Schaffhusen niderglassen und burger worden,
20 han ich nit funden. Filicht mag graf Adelbrecht von Merspurg, so des closters ad-
mit Jörg u. Friedrich von Landsperg vermählt, auf welche das Schloß Weiß-Wasserstelz überging.Wegen des constanzischen Lehens Sclnvarz-Wasserstelz führten sie einen langjährigen erbitterten Streitmit Ludwig Tschudi von Glarus und dessen Söhnen, welche das Schloß zuletzt erhielten und aufihre Nachkommen vererbten bis 1831. Beide Schlösser standen ca. 20 Minuten unterhalb Kaiserstuhl.Schwarzwasserstelz, auf einem Felsen im Rhein stehend und mit dem linken Ufer durch eine Brückeverbunden, wurde im J. 1875 abgetragen; Weiß-Wasserstelz, dessen Ruinen auf einem Hügel des rechtenUfers noch zu sehen, gerieth schon im vorigen Jahrh. in Zerfall. Wild, Eglisau, S. 156fr.
’) >5°7 Juli 15 Abt Konrad v. Rechberg zu Einsiedeln gibt dem Johannes Heggenzer, HochmeisterSt. Johanns Ordens in deutschen Landen u. Commenthur zu Wädensclnvil, die Vogtei Wädensclnvil. Reg.Einsiedl, n. 1157 bei Mohr I, S. 87. Oberrh. Z. XXIX, 162. — 2 ) s. oben S. 75g Anm. 8. Im Nekrologder Barfüsser den 11. Nov.: frow Auu Hegget^i die alt u. froiv Gilt u. froiu Freuen ir döchtren. — 3 ) s.S. 760 Anm. 7. Im Nekrolog der Barfüßer linden sich folgende Heggenzi verzeichnet: Jan. 24. domictllusRüedegerus Heggenlxini obiit, Febr. 8. domina Mächtit, antiqua Heggcntgina, März 2. des jungen Heggcnlzjnannivers. celebntur, April 22 domina Kntherina Heggeutxin vidua ob. et domina Clara, filia eins, uxor Minist.(des Ammann) de Constantia, Mai 1 der Heggitginun, qite legavit etc., Juni 3 dominus IVilhehnus Heggeutxin,Sept. 14 domicella Agnes Heggigin, hic sepl.; Nov. 8 dominus IVilhehnus dictus Heggenzi, Nov. 1 6 iarxitJunchers Cünratx Hegi^is, Nov. 30 domina Anna Heggetxj antiqua. Im Jahrzeitbuch des Stifts Zurzach:März 8 Katharina v. Fleggezer v. Wasserstelz, Sept. 5 Willi, v. FL, Elisab. v. H., Gemahlin des Her-mann v. Grießem Huber, Urkk. d. St. Zurzach, S. 445. Nachzutragen ist: Adelha.it Heggen\in, derenHaus (wahrsch. an der Sporengasse) im J. 1419 erwähnt wird. Harder, Ausz. IX, 144. — 4 ) DasWappen (aufrechter Löwe, auf dem Helm 2 vierendige Hirschhörner) ist in A mit der Feder gezeichnet,in B gemalt. — 5 ) Der Thurm zu Hegi in seiner jetzigen Gestalt ist abgebildet bei: Dändliker, Gesell,d. Schweiz, I, 232. — 6 ) vgl. Stumpf, V, 445K Hugo v. der Hohenlandenberg, Bischof von Constanz(1496 — 1532), ließ das Schloß erneuern und die gothische Schloßkapelle bauen. — 7 ) 1587 Brachm. 8.Junker Dietrichs von Hallwyl sei. Erben verkaufen an Bgm. und Rath der Stadt Zürich um gl. 26,500das Schloß und Burgsäß Flegi und dazu dienende Gebäude u. Güter, Meyeramt, Leibeigene, Lehenschaltund Kollatur der Kaplanei Pfäffikon, Tavernenrecht zu O. Winterthur u. Wiesendangen und das Ge-meindwerk zu Dägerlen. Sigel der Gebr. Sigmund u. Adolf Dietrich v. Hallwyl u. ihres Vetters Walthervon Hallwyl zu Salenstein. U. im Staa'.sarch. Zürich.