Vorwort.
Menschenalter fast ist verflossen, seitdem die Schlachten !
von Vitoria, Leipzig, Paris und Waterloo das militärischeUebergewicht von Frankreich gebrochen, und die Lenker diesesgroßen Staates genöthigt haben, die Rolle des Eroberns auf- z
zugeben und wieder eine friedliche, seinen wahren Interessen besserzusagende Stellung unter den Mächten unseres Welttheiles einzu- ;
nehmen. Zwar machten sich seitdem unsere westlichen Nachbarn !
wohl manchmal das Vergnügen, aufzubrausen, aber der ruhigeGeist, der seit der Julirevolution über die Geschicke von Frank-reich mit scharfem Umblicke wacht, hat noch immer gewußt, die i
kriegerische Gährung zu stillen, und seine reife Ansicht von den !
jetzt waltenden Verhältnissen als Dämpfer des Einflusses selbst- !
süchtiger Helden der Rednerbühne geltend zu machen. So lange >
Ludwig Philipp's fester, dem Naturell seines Volkes nur !
so weit der Hauptzweck, Erhaltung des Friedens, nicht gefährdetwird, nachgebender Wille nicht erlischt, und so lange die behut-same Klugheit'jener Männer, welche die Gräuel der ersten Re-volution und den letzten Jammer des Kaiserreiches aus Anschauung I
kennen, noch Gewicht in den Rathschlüffen des französischen Vol- I
kes besitzt, ist von dessen Seite nicht leicht eine Störung der I