I.
' Was französische Heer
vorn Ausbruche der Revolution bis zum Frieden
von
Campo Formio.
'^or der Revolution war das französische Heer im Ganzen dem Musterdes preußischen nachgebildet, und hatte seine letzte Organisation durchden Kriegsminister St. Germain erhalten. Als derselbe in diesemAmte Nachfolger des alten Marschalls Dumuy wurde, zählte die In-fanterie 98 Regimenter, darunter acht deutsche, zwei irländische, einitalienisches, zwei corsische, elf Schweizerregimenter und 74 französische.Mit Ausnahme von zwölf Regimentern, welche vier Bataillone hatten,zählten alle übrigen nur zwei; das Bataillon hatte neun Compagnieen,darunter eine Grenadiercompagnie, welche 52 Mann stark war, währenddie übrigen Compagnien je 54 Mann, mit Ausschluß der Offiziere,zählten. Die Gesammtstärke der Infanterie betrug 102,600 Mann.Außerdem hatte man /000 Mann Infanterie in privilegirten Corps,wie die französischen Garden, die Schweizergarden und andere. Nebendieser beträchtlichen Streitmacht gab es eine eingezeichnete, leicht in Be-wegung zu setzende Provinzialmiliz von elf Grenadier- und 48 Füselier-Regimentern, stark 44,310 Mann.
Der Graf St. Germain theilte die Infanterie der Linie in 106Regimenter, jedes zu zwei Bataillonen, mit Ausnahme des Regimentes„König", welches vier behielt. Die Zahl der Compagnieen eines Ba-taillons wurde auf vier vermindert, die der Mannschaft einer Compagnieauf 116 vermehrt. Jedes Regimellt bekam zwei Elitencompagnieen
2