Kriegsjahr
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I^ie Organisation des französischen Heeres blieb im Wesentlichen un-geandert. Merkwürdig ist nur, daß man jetzt die Benennung schwereund leichte Cavallerie gar nicht hatte. Vielmehr gab es eine sogenannte6s,slc>ri« lle bstsille, welche aus siebenundachtzig Regimentern') be-stand, dann Dragoner, Husaren und Chasseurs. Daß die zwei Cara-biniersregimenter und das noch immer einzige Cürassierregiment zurzuerst genannten Art der Cavallerie gerechnet wurden, versteht sich vonselbst. Es muß trübselig mit der Remonte und mit der französischenReiterei überhaupt ausgesehen haben, daß man ihre so natürliche Ein-theilung in schwere und leichte, je nach Pferden und Mannschaft, garnicht einmal mehr hören wollte.
Der strenge Winter von 1794 auf 1795 machte die Wasserver-theidigung Hollands zu Schanden, und Pichegru konnte im Januardes letztgedachten Jahres in Amsterdam einziehen. Die Franzosen be-wiesen eine bewunderungswürdige Ausdauer im Ertragen von Beschwer-den; in dünner Kleidung, ohne Mantel, trotzten sie der fürchterlichenKalte, und gingen, die Füße statt der Schuhe mit Stroh umwunden,über das Eis. Schon spotteten.sie durch ihre Schnelligkeit aller Ent-fernungen, schon achteten sie keiner Jahreszeit und keiner natürlichenHindernisse, schon härteten sie sich gegen Entbehrungen und Beschwer-den ab wie Eisen, schon waren sie auf dem Wege die ersten Soldaten
l) Das 26. wurde wegen eines Verbrechens, das in jener Zeit erfunden wordenwar, und mit dem Namen incivisme bezeichnet wurde, aufgelöst.