und rcs Kaiserreichs.
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aus Syrien ab. Zwar hatte er seinen Hauptzweck nicht erreicht, aberder Zug hatte doch das Gute bewirkt, daß die syrischen Paschas ankeinen Einbruch in Aegypten mehr dachten. Am 14. Juni 1799 hieltBonaparte mit seiner Armee einen Triumpheinzug in Cairo.
Die vereinigte englisch-türkische Flotte erschien am 11. Juli vorAlcxandrien; der Pascha Seid Mustapha von Rhodus landete mit15,090 Mann, und nahm das Fort Abukir weg. Am 21. Juli langteBonaparte vor Alexandrien an und gewann am 25. die'Land-schlacht von Abukir. Die Türken wurden zum großen Theile indas Meer gesprengt, und es sollen ihrer überhaupt 12,000 umgekommensein. Unter den Gefangenen befand sich ihr Anführer Seid-Mu-stapha Pascha.
Das war die letzte That Bonaparte's in Aegypten. SchlimmeNachrichten aus Europa, wo ein abermaliger großer Krieg gegen Frank-reich ausgebrochen war und dessen Heere bedeutende Unfälle erlittenhatten, bewogen ihn, am 22. August, Aegypten zu verlassen, indem erden Oberbefehl in diesem Lande dem berühmten General Kleber übergab.
Kleber gewann am 20. März 1800 die Schlacht von Alexandrien,und wurde am 14. Juni desselben Jahres von einem fanatischen Musel-mann ermordet. Ihm folgte nach dem Dienstalter der General Menouim Oberbefehle, welcher weder seines Vorgängers Feldherrntalente nochVerwaltungsgeschicklichkeit besaß. Am 21. März 1801 verlor dieserkopflose Mann, der weder zu befehlen verstand, noch sich rathen lassenwollte, die Schlacht von Alexandrien gegen die Engländer, undam 31. August räumten die Franzosen Aegypten, um auf englischenSchiffen nach Frankreich mit Waffen und Gepäcke,, aber nur mit zehnKanonen gebracht zu werden.
Die Expedition nach Aegypten hatte den Ruhm Bonaparte'sund der französischen Krieger vermehrt, sonst aber für Frankreich, weiles die dortigen Truppen wegen der Herrschaft der Engländer zur Seenicht vermehren konnte, nicht den geringsten Vortheil gestiftet.