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Die Soldaten der Republik
22,000 Mann stark war, aber dafür hatten die Franzosen viele Fe-stungen besetzt zu halten. Den Oberbefehl über die Rheinarmee führtebis zur Ankunft Moreau's aus Italien, der General Müller.
Inzwischen hatte Lecourbe auf Massena's Befehl den Angriffgegen den österreichischen linken Flügel in der Schweiz begonnen '),dessen Ziel dahin ging, sich in Besitz des Thales der Rhone und Reustzu setzen, sich mithin auch des Gotthards zu bemächtigen, die Oester-reicher in das Rheinthal und hinter den Zürcher- und WallenstädterSee zu treiben und Graubündten zu bedrohen. Dieses Ziel wurde aufdas Vollkommenste erreicht; die Oesterreicher wurden aus dem Rhone-thale an den Lago Maggiore, aus dem Reußthale in das Rheinthal,von der Sihl hinter die Linth getrieben.
Am 17. August versuchte der Erzherzog Karl vergeblich bei Det-tingen über die Aar zu gehen, und auch die Bemühungen seines linkenFlügels, die alten Stellungen wieder zu gewinnen, mißlangen. DerErzherzog hatte von seinem Hofe Befehl nach dem Rheins aufzubrechen,der russische General Korsakoff löste ihn in der Stellung an derLimmat und Aar ab, und der österreichische General Hotze blieb mitetwa 25,000 Mann an der Linth °).
Korsakoff nahm Stellung bei Zürich, und ließ die Limmat undAar nur von elf Bataillonen und zehn Schwadronrn besetzt. SobaldSuwarow mit seinen 21,000 Mann aus Italien, und sobald10,000 Baiern, die im Anmärsche waren, in der Schweiz eintrafen,wäre die verbündete Armee hier 86,000 Mann stark gewesen, denenMasse na nur 60,000 entgegen zu setzen hatte. Der französische Feld-herr kam aber der ihm so gefährlichen Vereinigung Korsakaff's mitSuwarow zuvor, und schlug jenen in der (zweiten) Schlacht vonZürich am 25. September auf das Haupt. An demselben Tage schlugSoult den General Hotze, welcher getödtet wurde, und gewann dieLinie der Linth. Da dadurch Suwarow, welcher über den Gotthard
1) 14. August.
2) Da Korsakoff 50,000 Mann hatte, war das Heer der Verbündeten in derSchweiz vor Suwarow's Ankunft etwa 55,000 Mann stark.