und des Kaiserreichs.
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nahmen zum Nachtheil der Franzosen ausfielen. Am 4. November siegteMelas in der Schlacht von Genola, drückte die Franzosen vonMondovi und Coni zurück, welche letztgenannte Festung am 3. Decemberdem Fürsten Liechtenstein, der die Belagerung geleitet hatte, über-geben wurde. Melas ließ Mitte December durch Klenau einenVersuch auf Genua machen, welcher entschieden mißlang.
Was Mittelitalien betrifft, war General Fröhlich nach demFalle von Mantua, also Ende Juli, mit etwa 8000 Mann über dieApenninen gegangen, hatte das Toskanische besetzt, sein Corps dabeisehr zerstreut, erschien am 20. September mit 3000 vor Rom undfoderte den General Garnier auf. Dieser hatte aber bereits Unter-handlungen mit den Engländern und Sicilianern angeknüpft, und am26. September kam eine Convention zu Stande, in Folge welcherGarnier mit 4000 im Kirchenstaate befindlichen Franzosen sich nachFrankreich einschiffte. Aber Ankona, welches eine Besatzung von2800 Mann unter dem General Monnier hatte, war in die Con-vention nicht eingeschlossen. Die Festung war von drei- bis viertausendInsurgenten unter Lahoze bekannt, und russische und türkische Kriegs-schiffe lagen vor derselben.
Nach der Uebergabe von Rom zog Fröhlich vor Ankona: da eraber zu einer ernstlichen Einschließung zu schwach war, überließ er dieBerennung den Insurgenten, und wartete Verstärkungen ab. Nachdem Eintreffen derselben, welche Fröhlich's Streitkräfte auf acht- bisneuntausend Mann brachten, rückte er vor den Platz, der nun von ihm,den Insurgenten ') und etwa 1500 Russen, die von der Schiffsbeman-nung genommen waren, eingeschlossen ward. Am 17i October wurdendie Laufgräben eröffnet, General Monnier hielt sich aber, obschon zurVertheidigung von Ankona eigentlich 6000 Mann crfoderlich gewesenwären, bis zum 13. November, wo er capitulirte. Die Besatzungdurfte nach Frankreich zurückkehren, gegen das Versprechen, bis zurAuswechselung einer gleichen Anzahl Oesterreich» nicht zu dienen. Die
I) General Lahoze war kurz vorher in einem Gefechte geblieben, und die Insur-genten traten unter die Befehle des Generals Fröhlich.