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Die Soldaten der französischen Republik und des Kaiserreichs / Hippolyte Bellangé
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Die Soldaten der Republik

nen einzigen Sohn und die Stütze seines Alters durch die Conscriptionverloren habe, trat für den jungen Mann mit Erlaubniß des Direkto-riums als Gemeiner ein, wohnte 1790 den Feldzügen in der Schweizunter Massen« bei, und focht in der Schlacht von Zürich mit dergrößten Auszeichnung. Im Jahre 1800 wurde er auf Antrag des ausder Verbannung zurückgekehrten Carnot von dem ersten Consul zumersten Grenadier der französischen Republik ernannt und miteinem Ehrensabel beschenkt, den er jedoch nicht eher tragen wollte, alsbis er ihn gegen den Feind versucht hätte. Er trat in das sechsundvier-zigste Regiment') als Grenadier ein, trug jedoch die Schulterzicrdc einesHauptmanns. Am 27. Juni wurde das Regiment bei Oberhauscn vonder österreichischen Cavalerie hart mitgenommen, und Latour d'Au-vergne, wie bereits erwähnt, von einem Uhlan durch das Herz gesto-ßen. Der erste Consul befahl, daß das Herz des berühmten Kriegersin einer silbernen Kapsel an der Fahne des sechsundvierzigsten Regi-mentes getragen werde, und daß der Träger bei jedem Verlesen derListe, in welcher der „erste Grenadier der französischen Republik"fortgeführt würde, sobald der Name Latour d'Auvergne gerufenwürde, antworten müsse: „Auf dem Felde der Ehre gestorben!"

Nach dem Gefechte bei Oberhausen brach Kray die Brücke beiNeuburg ab, zog hinunter am linken Donauufer bis Jngolstadt, ginghier wieder auf das rechte über, dann hinter die Jsar und endlich auchhinter den Jnn.

Da die französische Armee, weil Ulm und Jngolstadt eingeschlossenwerden mußten, nicht stark genug war, die durch einen breiten, tiefen! und reißenden Fluß gedeckte Stellung Kray's zu durchbrechen, so be-schloß Moreau, den Gegner in Schach zu halten, den Fürsten Rcußzurückzudrängen, und dadurch das obere Jnnthal zu gewinnen, wodurchdie österreichische Stellung zugleich auf ihrem linken Flügel umgangen

1) Halbbrigade.

2) Latour d'Auvergne war nur mit Mühe zu bewegen gewesen, diesen Titelanzunehmen, den damit verknüpften Gehalt aber erhob er nicht. Er war übrigensein ebenso gelehrter als tapferer Mann, und man verdankt seinen Forschungen dasWerk: „1-es Origines xauloises."