I^ie gewaltige Willenskraft und das unvergleichliche Genie Bona-parte's hatten, nachdem er als erster Consul an die Spitze der fran-zösischen Republik getreten war, die Unfälle des Jahres 1799 durchglänzende Siege gerächt und ihr einen glorreichen Frieden verschafft.Die europäischen Souveraine waren aber weit entfernt, mit der neuenOrdnung der Dinge ausgesöhnt zu sein; neue Kriege ließen sich voraus-sehen, und Bonaparte widmete daher seine volle Aufmerksamkeit demHeere, um es sowohl an Zahl als an Güte zum ersten der Welt zuerheben.
Die französische Reiterei hatte zwar einzelne Großthaten auszuwei-sen, war aber im Ganzen hinter der österreichischen zurück. Das erkannteBonaparte, als er die Avantgarde der Reservearmee bei Chivaffo am28. Mai des Jahres 1800 musterte, denn er sprach da die denkwürdi-gen Worte: „Ich werde bei nächster Gelegenheit die gesammte Cavalleriein ein Corps vereinigen, und sie zu einem großen Schlage führen, umden Stolz der österreichischen Armee zu demüthigen." In dem Feldzuge,der mit der Schlacht von Marengo endete, fand sich keine Gelegenheitdazu, aber jene Worte bewiesen, welche hohe Bestimmung er für dieKavallerie im Auge hatte, und was er dieser Waffe zutraute.
Vor Allem war daher der erste Consul darauf bedacht, eine Masseschwerster Cavallerie zu bilden. Bis 1802 gab es nur ein einzigesCürassierregiment, es war das achte der schweren Cavallerie. DurchDecret vom 28. December 1802 erhielten drei, im Jahre 1804 achtRegimenter der schweren Cavallerie den Cüraß, die übrigen Regimenter