und des Kaiserreichs. 151
Eine der wichtigsten militairischen Schöpfungen Napoleon's wardie Garde, in welcher er nicht nur eine seiner Person unbedingt erge-bene, sondern ein auserlesenes Corps errichtete, welches im Kriege einebeständige Reserve bildete, um, wenn nichts mehr den Sieg erringenkonnte, ihn zu entscheiden, um, wenn keine anderen Anstrengungen,einer Niederlage vorzubeugen, von Erfolg waren, sie doch noch zu ver-hindern. Daher findet man auch in allen Siegesberichten Napoleon'sbemerkt, ob die Garde angegriffen habe oder nicht. Mrcke n'ap»8 lloime," hieß es aber gewöhnlich.
Sowohl der Convent als das Direktorium hatten ihre Garde gehabt,welche aber nicht entfernt ein immerwährendes Reservecorps war, wozuauch ihre geringe Zahl sie gar nicht befähigt haben würde. Nach derKatastrophe, welche das Direktorium stürzte, wurde schon am 29. No-vember 1799 die Consulargarde errichtet, welche 2089 Mann stark war,aus zwei Grenadierbataillonen, drei Schwadronen und einer Artillerie-compagnie bestand. Die Consulargarde focht in der Schlacht von Ma-rengo mit, und es wurde in ihr eines der Grenadierbataillone von derösterreichischen Reiterei übel zugerichtet. In den nächstfolgenden Jahrenwurde die Consulargarde allmälig verstärkt.
Nachdem Napoleon den Kaiserthron bestiegen, wurde auch seineGarde vermehrt, und ihrem eigentlichen oben angegebenen Ziele nä-her gerückt. Sie zählte damals 9754 Köpfe, und es waren ihrauch Veliten, Mamelucken, Elite-Gensd'armerie, Seesoldaten und Ve-teranen beigegeben').
Die Bedingungen der Aufnahme in die Kaisergarde waren außeruntadelhafter Aufführung und einem gewissen Maße der Körpergröße,
I) Folgendes war der Stand der Kaisergarde im Jahre 1804 ,'n Folge desDecretes vom 29. Juli:
Fußvolk.
Ein Grenadierregiment (2 Bataillon).17l6 Mann
Demselben beigegeben: ein Bataillon Veliten. 955 -
Ein Jägerregiment.HI6 -
Ein Bataillon Veliten. 955 -
Fußvolk 5342 Mann.