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Die Soldaten der französischen Republik und des Kaiserreichs / Hippolyte Bellangé
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Dir Soldaten der Republik

Am 27. Januar ließ Napoleon durch die Cavallerie Milhaudsund die Division des Generals Duhesme das Gefecht von St. Di-zier liefern, wodurch der russische General Landskoy diesen Ort zuräumen gezwungen und zugleich die Verbindung zwischen Blücher,der das Sackensche Corps bei sich hatte, und zwischen dem von denMoselfestungen heranrückenden General Bork aufgehoben wurde.

Der Feldmarschall Blücher war schon am 26. Januar mit demCorps der Generale Sacken und Olsusieff von Dizier nach Brienneaufgebrochen, wo er am nächsten Tage eintraf und somit die Avant-garde der Hauptarmee geworden war. Als Napoleon das erfuhr,rückte er über Monticr-en-Der gegen Brienne und vertrieb den altenHelden, der mit genauer Noth der Gefangenschaft entkam, am 29. ausdieser Stadt. Blücher zog sich nach Aryonval zurück. Der französi-sche Kaiser rückte vor, lieferte 74,000 Verbündeten') mit40,000 Manneine blutige Schlacht, verlor sie, büßte 2500 Mann an Gefangenen und72 Kanonen ein und zog sich auf Troyes zurück, wo er sich mit demMarschall Mortier vereinigte. Die Verbündeten hatten das HeerNapoleons aus den Augen verloren und wußten am 3. Februar desMorgens noch nicht einmal, ob es sich auf Troyes oder auf Arcis-surAube zurückgezogen habe.

An demselben 3. Februar trennte nach dem Beschlusse der Monar-chen Blücher sich von der Hauptarmee, um nach Chalons an derMarne zu marschiren, sich mit den anrückenden Corps Porks, Kleistsund Langerons zu vereinigen und dann an dem gedachten Flusse ge-gen Paris vorzudringen, während dies die Hauptarmee über Troyesthun sollte. Zu Chalons war der Marschall Macdonald am 31. Ja-nuar eingetroffen, seine Cavallerie wurde am 3. Februar bei La Chausseegeschlagen, am 5. Februar nahm Pork Chalons ein und an demselbenTage ergab sich auch Vitry, auf dessen Besitz der Fürst Schwarzen-berg einen sehr hohen Werth legte. Am 8. Februar war Mac-donald auf seinem Rückzüge bis Chateau-Thierry gekommen, und

l) Kronprinz von Würtemberg 12, WO Mann, Gyulay 12,000 Mann', Wrede25,000 Mann, Blücher 25,000 Mann.