306 Die Soldaten der Republik
rode befehligte, am 26. das Gefecht von St. Dizier zu liefern, das ernatürlich gewann.
Der französische Kaiser blieb die Nacht vom 26. zum 27. in St.Dizier und hatte da schon durch Aussagen der Gefangenen erfahren,daß er am vorigen Tage nicht Truppen der Hauptarmee, sondern derschlesischen Armee geschlagen habe. Im Laufe des 27. selbst erhielt erdie gewisse Nachricht, daß die Verbündeten im vollen Marsche auf Parisbegriffen waren. Noch immer hielt er an seinem Gedanken fest, rück-wärts der feindlichen Armee zu bleiben, aber seine Marschälle erklärtensich laut dagegen. Wahrscheinlich hofften sie, wahrscheinlich hoffte aucher, Paris werde sich bis zur Ankunft der Armee halten, denn sonstwäre die Umkehr kaum zu begreifen.
Blücher hatte mit seiner Armee am 19. März den Weitermarschangetreten. Am 23. marschirten Kleist und Vork nach Chateau-Thierry,wo sich die Marschälle Marmont und Mortier vereinigt hatten;Bülow blieb bei Soissons an der Marne, um diesen Platz zu nehmenoder ihn, wenn ein Sturm unthunlich wäre, blos einzuschließen unddann auf der Straße nach Paris weiter zu marschiren; der alte Feld-marschall selbst trat mit den Corps der Generale Winzingerode,Sacken und Langeron mit der Hauptarmec in Verbindung. ImLaufe des 23. hatte er Nachricht von dem Marsche Napoleons aufVitry erhalten; zugleich war ein Brief desselben an seine Gemahlin,worin er ihr meldete, er wolle im Rücken der Verbündeten manoeuvri-ren, aufgefangen worden. Blücher befahl sofort, das schlesische Kriegs-herr solle alle Kräfte aufbieten, den Feind einzuholen. Den Vortrabbildete Winzingerode mit seiner zahlreichen Reiterei, welche am 23.auf Vitry zu marschiren im Begriff war.
Am 24- März wurde großer Kricgsrath der Monarchen und Feld-herren gehalten und beschlossen: „Die vereinten Kriegshecre treten amfolgenden Lage den Marsch gegen Paris an^ Nur der General Win-zingerode folgt dem Kaiser Napoleon mit Kavallerie und reitenderArtillerie von Vitry auf St. Dizier, und sucht ihn so lange als mög-lich bei dem Glauben zu erhalten, es rücke ihm das gesammte Haupt-heer nach." Dieser ewig denkwürdige Beschluß wurde um die elfte