und des Kaiserreichs.
311
Prinz bei Neuilly-sur-Marnc mit der Reiterei eintreffen, welche denFeind aus Nogcnt-sur-Marne, von der Höhe von Fontenay-aur-Boisund von den Zugängen zum Walde von Vincennes vertrieb. Um einUhr des Nachmittags langte die Infanterie des vierten Armeecorps beiden eben genannten Ortschaften an. Jetzt wurden St. Maur und derPark von Vincennes erobert, und auch die Brücke von Charenton nacheiner sehr hartnäckigen Vertheidigung von den, dem vierten Armeecorpsbeigegebenen österreichischen Grenadierbataillonen erstürmt. Um fünf Uhrdes Nachmittags standen die Armeecorps des Kronprinzen vonWürtemberg und des Feldzeugmeisters Gyulay vor den Barrierender Vorstadt St. Antoine, und eben wurden alle Anstalten zu einemkräftigen Angriffe getroffen, als der Befehl zur Einstellung der Feind-seligkeiten anlangte.
Um die Zeit, als der Marschall Mortier im heißesten Kampfemit den Preußen begriffen war und der linke Flügel der Verbündetenunter dem Kronprinzen von Würtemberg Fortschritte machte,wurde auch im Centrum der Kampf gegen den Marschall Marin ontwieder angriffsweise erneuert. Die Russen unter Barklay de Tolly,Miloradowitsch, Rajeffsky, dem Prinzen Eugen von Wür-temberg, Mesenzoff, Pischnitzky und Gortschakoff erobertenauf der Hochfläche Malassiffe, Bagnolet, Charonne und den Park vonBruyeres. Nur durch einen verzweifelten Angriff, bei welchem derMarschall Marmont mit genauer Noth der Gefangenschaft entging,vermochte derselbe den weitem Fortschritten der Russen doch noch so weitEinhalt zu thun, daß er die letzte Stellung, welche die Hochfläche bot,beziehen konnte. Sie dehnte sich von Mont Louis rechts über den al-ten Park von St. Fargeau bis Pre-St.-Gervais links aus und war ansich zwar gut, würde aber zu einer erfolgreichen Vertheidigung 10,000Mann erfordert haben, während Marmont dazu nur 5000, von lan-gem Kampfe ermattete Soldaten hatte. Die Franzosen vertheidigtendiese ihre letzte Stellung auf der Hochfläche mit verzweifelter Tapferkeit,und behaupteten trotz der gegen sie anstürmenden Uebermacht das DorfBclleville. Aber die Lage des Marschalls Marmont war so verzwei-felt, daß er an eine Fortsetzung des hoffnungslosen Kampfes kaum den-