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der Artikel des Vertrages vom II. April 1814 wurde ihm von Frank-reich gehalten; die französische Regierung hatte sich, indem sie diesemVertrage beitrat, verpflichtet, ihm jährlich zwei Millionen Franken zubezahlen, sie zahlte ihm aber keinen Heller; eben so wenig zahlte siedie Jahrgelder, welche den Mitgliedern seiner Familie zugesagt wordenwaren, obschon sie deren Besitzungen mit Beschlag belegte. Ja, nochschlimmer, auf dem Eongresse zu Wien wurde von Seiten der Bour-bonen darauf gedrungen, daß Elba dem Kaiser Napoleon genommenund er selbst auf eine ferne Insel des Weltmeeres, St. Lucie oderSt. Helena verbannt werde. Die Gefahr war dringend, ein Entschlußnothwendig, und so schiffte sich denn Napoleon am 26. Februar 1815auf der Brigg l'Jnconstant nach der französischen Küste ein ').
Glücklich entging Napoleon den französischen und englischen Kreu-zern und landete mit den 600 Mann, die seine ganze Streitmacht bil-deten, im Golf St. Juan. Die Bauern begrüßten ihn freudig, undeiner von ihnen, der gedient hatte, wollte ihn nicht wieder verlassen.„Da hatten wir die erste Verstärkung!" sagte Napoleon zu Ber-trand. Ein Gardecapitain und fünfundzwanzig Mann, die nach An-tikes geschickt wurden, um die dortige Besatzung zu gewinnen, warennicht glücklich. Sie zogen unter dem Ruf: „Es lebe der Kaiser!" indie Stadt ein, und wurden zur Stelle entwaffnet und verhaftet. Umelf Uhr des Nachts setzte sich die kleine Truppe Napoleons, welcheer selbst die „Deputation der Garde" nannte, in Marsch. Am 2. Märzdes Abends kam der Kaiser in Cerenon an, am 3. zu Bareme, am 4.zu Digne, am 5. zu Gap, in welcher letztem Stadt er nur zehn Rei-ter und vierzig Grenadiere als Wache bei sich behielt. Zu Gap wur-den auch die Proklamationen an die Armee und an das Volk von Frank-reich gedruckt, welche Napoleon am 28. Februar an Bord seines
l) Die Brigg führte 26 Kanonen und die 466 Grenadiere der Garde, welchedem Kaiser nach Elba gefolgt waren, befanden sich auf ihr. Dieses Schiff undsechs andere leichte Fahrzeuge bildeten die Flotille, mit welcher Napoleon auslief,um ein Reich zu erobern, und eine Dynastie zu entthronen, welche die Bayonncltevon ganz Europa eingesetzt hatten.