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mit 120 Jnsaßen, ein Notariat, die Bezirksforstei, eineVorschußkasse und Apotheke rc. In der FriedhofkapelleSt. Waldburga bei der Kreispflegeanstalt finden sichnoch Grabmäler der Grafen von Fürstenberg von derGeisinger Linie. Westlich vor dem Orte steht die alteWallfahrtskirche zum hl. Kreuz, welche im Schweden-kriege auf wunderbare Weise erhalten blieb. Nördlichvon Geisingen auf einer Berghohe ist ein Ringwallaus uralter Zeit, die sog. Ehrenburg, zu sehen (^/s Std.),dessen Besuch zu empfehlen ist. Unweit von der Donau-brücke befand sich früher eine Erzwäsche für das in derUmgegend häufig vorkommende Bohnerz, das ehedemvon Fürstenberg verhüttet wurde.
Das uralte Städtchen wird als altsanktgallischer Be-sitz schon frühe (764 als Chisincas) genannt (später alsGisinga). Ein gleichnamiger Lehenadel hatte daselbstseinen Burgsitz. Von diesem kam der Ort an die Frei-herren von Wartenberg und !321 mit dem WartcnbergcrErbe an die Grafen von Fürstenbcrg, wcßhalb im Stadt-wappen der Wartenbcrger Löwe und der FürstenbergischeAdler vereinigt stehen. Im 15. Jahrh, zweigte sich eineeigene Geisinger Linie des Grafenhauses von Fürstcnberghier ab, welche 1483 mit Egon VI. ausstarb, dessen Grab-mal noch in der St. Waldburgkapelle vorhanden ist. Im16. Jahrh, war Geisingen (mundartlich Gisingcns der Sitzder fiirstenbergischen Behörden für die Baar. Die Warten-berg-fürstenbergische Dienstmannsfamilie, welche sich nachdem Orte benannte, starb im 14. Jahrhundert aus. DasStädtlein brannte 1487 fast gänzlich ab und wurde im30jährigen Krieg schwer heimgesucht, so daß 1640 kaumnoch der vierte Teil seiner Bewohner am Leben war.Ein kleines Nonnenkloster, das hier bestund, war vor 1500schon wieder eingegangen; auch ein Nebenort Bodels-hansen, der um 1115 von Lantfried von Geisingen demKloster Rheinau vergabt wurde und später dem KlosterAmtenhausen zukam, ist vollständig abgegangen. Näheresüber den Ort Geisingen ist zu finden m Barth's Geschichteder Stadt Geisingen, 1880. Besuchenswert ist der West-