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Das Murgthal im Hauensteinerland / von S. Pletscher ; mit Abbildungen von G. Hummel
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Stunden lang, wegen seiner ehemaligen Oede undWeglostgkeit, das Elendthal hieß, nun aber,nach dem Bau einer schönen Knnststraße und zu Folgeseiner romantischen, wildschönen Gestaltung, eine gernbesuchte Schwarzwaldpartie geworden ist.

Nach einem viel gewundenen Lauf von 20 Km.Länge fällt die Mnrg beim gleichnamigen Orte in287 m Meereshöhe dem Rheine zu. Ihr Gefallebeträgt im Ganzen über 680 m; die Flußstrecke imEngthal zeigt allein ein Gefälle von etwa 340 m.

Merkwürdig ist, daß die Mnrg den seitwärtsvon ihrer Thalrinne gelegenen Hochgelanden nam-hafte Zuflüsse von ihrem Wasserreichthum zukommenläßt, indem schon seit unvordenklicher Zeit aus ihremBette künstliche stundenlange Kanäle dorthin geleitetsind. So führt derWührebach" unterhalb Herrisch-ried einen Theil des Murgwassers stundenweit nachOberwihl (728,3 m) und Hochsal (454,5 m)auf die östliche Hochebene hinüber. DasHännemer- -Wührebächlein" leit't oberhalb Hottingen in gleicherWeise Wasser aus der Mnrg nach Hänncr (580,4 m)und Oberhof (499,6 m), worauf es, getheilt, überRhina und Klein-Laufenburg dem Rheine zufließt.Endlich speist der Schneckenbach als oberster Lauf'des Seelbaches (der den Wasserfall Strohl" bildet),,das mehr bekannteHeidenwuhr", das in vielenWindungen über die westliche Hochebene dem Säck- .inger Bergsee zufließt und dann eine Reihe von Fab-riken in Bewegung setzt.

Man ist geneigt, diese großartigen Wasserleit-ungen römischer Geschicklichkeit zuzuschreiben; wenn, ,aber der stundenlange Erdwall desLandhaages"vorn Murgthal bis zum Wehrathal die Arbeit einerdeutschen Wohnbevölkerung ist, so werden auch diese