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Das Murgthal im Hauensteinerland / von S. Pletscher ; mit Abbildungen von G. Hummel
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Herr zu der Geige"; die von Wielandingen führtennämlich die Geige im Wappen. Dieser Raubritterwar aber ein trefflicher Geiger, der verkleidet alsSpielmmm auf den Straßen umher zog und denvorüber reisenden Kauf- und Fuhrleuten lustige Stück-lein zum Besten gab. Seine Raubgesellen lauertenunterdessen auf der kleinen Burg Rheinsberg beiMnrg auf die arglosen Opfer, die dem falschen Spielmannlauschten. Plötzlich, wenn Niemand sich versah, stürztensie aus dem Hinterhalt hervor, nahmen die Getausch-ten mit all' ihrem Gut gefangen und führten sie aufdie Beste Wielandingen über dem einsamen Murgthal.Um Verfolger irre zu leiten, waren die Pferde derschlimmen Gesellen mit verkehrteil Hufeisen beschlagen.Die Gefangenen aber konnten ihre Freiheit nur mitdem Verlust ihrer Habe oder schwerem Lösegeld er-kaufen.

Der böseJunkherr" hatte auch eine wunder-schöne Tochter, deren Schönheit in der ganzen Um-gegend berühmt war. Kamen nun junge Ritter her-bei, um das holdselige Fräulein zu sehen, so benützteder alte Fuchs diese Gelegenheit, um ihnen Geld undGut abzugewinnen.

Eines Tages kam auch der Sohn eines ent-fernten edeln Herrn als Pilger verkleidet auf dieBurg, um das Fräulein zu sehen. Er gewann ihreLiebe und sie gelobten sich heimlich ewige Treue, wo-rauf der Jungherr fröhlichen Herzens 'leine Ritter-fahrt in fremde Länder antrat. Aus der Heimkehrgelobte er eine fromme Stiftung, wem: er seine Ge-liebte treu und wohlbehalten auf ihrem Waldschlossewiederfinde.

Ohne zu rasten, ritt er nach Wielandingen, allein,wer beschreibt sein Entsetzen, als er das Felsenschloßmit brandgeschwärzten Mauern, dach- und gemach-