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nachforschen, wodurch überhaupt die Achtunggegen unsern Stand immer mehr abgenommenhat. Man hat mit Recht einen Hauptgrund-er Geringschäzung des Prrdigtamls und sei-»er Diener in der grösser» Aufklärung unsererTagen gefunden » indem unser Stand nichtmehr wie ehemals der einzige gelehrte Stand/und das Zeitalter der blinden Verehrung längstverflossen ist. Da es also seitdem immer mehrauf eines jeden persönliche Eigenschaften an-kam , wenn er selbst und durch ihn der ganzeStand bey andern seine Würde erhalten sollte,so war es freylich kein Wunder, daß diese im-mer tiefer sinken mußte, weil man an so man-chen einzelnen Mitgliedern oft mchr Bläffenals Verdienste wahrnahm.
Noch nie war indessen eine Zeit, wie diegegenwärtige, wo alle angeerbte äußerlicheVorzüge durchaus nichts mehr gelten, wofolglich auch ein desto grösserer innerer Werth,Einsicht und Treue mehr als jemals zur Er-haltung des Ansehens in jedem Stand erfor-dert wird. Soll also auch der Prediger in
Zukunft