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Predigt zur Empfehlung des neuen Zürcherischen Gesangbuchs : dem ganzen evangelisch-reformirten Helvetien gewidmet / von Andreas Keller, Pfarrer zu Jllnau, Kanton Zürich
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mit Euch keine Mühe haben werde, Euch ru überzeugen, ^

daß auch ein altes Such, so gut, wie eine alte Staats. ^

fassung, Mangel haben könne, denen durch ein neues ^Buch könne abgeholfen werden, daß ein altes Buch eine ^veraltete Sprache, alte izt unverständliche AuSdrüke und ^Redensarten haben könne, daß man vor Altem noch nicht ^so gut, wie irt verstanden habe, was zu einem gu-ten Kirchengesang gehöre, daß man ehemals noch nicht ^so viele gute geistliche Gesänge gehabt habe, wie ^izt, wo fast alle Jahre wieder neue, schöne, geistliche ^Lieder rum Vorschein kommen, aus denen man eine best ^sere Sammlung rum Kirchengesange veranstalten könne, ^als ehemals. Mit Euch sollte ich denken müßt ^ich weit weniger Mühe haben, Euch zu überzeugen, daß ^Veränderungen, Neuerungen, oft auch wirkliche ver- cv/-esserungen seyen, als mit denen, die nicht, wie Ihr, ^eine Veränderung der Staatsverfaffung wünschten, so^ ^dem es auch darinn lieber bei'm Alten gelassen hätten- ^Aber auch diese, die an die alte Staatsverfassunßanhänglich geblieben waren, bis sie umgewälzt wurde,auch diese werden doch nicht alles Neue überall «er- ^werfen wollen. Sonst würde ich sie fragen: warunt uleget Ihr denn ein neues Rleid an, wenn das alte ab' . "genuzt ist? Sonst würde ich ihnen sagen: esset ja keulk ^IlrErdäpfel mehr, und wenn Ihr auch kein Brod habt/und es Euch noch so hungert, denn es ist eine neue vrgFrucht; Euere Däter, ru deren Zeit das alte GesaE

buch eingeführt worden ist, wußten nichts davon,°

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