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Plan zu einem Waisenhaus, und Vorschläge zur Ausführung dieses Vorhabens / meinen Hochgeachteten gnädigen Herren gehorsamst vorgelegt von Christoph Jetzler
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Andere sein Unglück, seine Krankheit , seinen erlitttenen Schaden mit kaltem Blut ansehen! Hingegenein bescheintes aufrichtiges Mitleiden wie wohlthut es; wie erleichternd ist es; eben als wenn derAndere einen Theil der drückenden Last auf sich ge-nommen hätte! Daß kein Mensch für sich alleinleben, oder in solchem Fall ein, den Thieren ganzgleiches , und als Mensch elendes Leben führen müß-te ; daß er so vieler Menschen Hilfe braucht, ja der-selben desto mehr benöthiget ist, je bequemer er le-ben will; daß er siehet, wie Andere eben so auchder seinigen bedürfen, und einer ohne deS andernBeystand bald Mangel, bald Schmerzen, baldVerfolgung, bald Unterdrückung und dergleichenleiden müßte, nöthiget ihn , wenn er der Verminstund seinem Gefühl nicht widerstreben will, jedem,der es bedarf, mit seinen Seel- Leibes- und Vermö-gens -Kräften , fo viel er nur kan, an dir Hand zngehen.Jeder Mensch wird dieses als eine wichtigPflicht erkennen, wenn er nicht vernunftloS, ohne,auch nur die ersten Begriffe des Guten und dckBösen, ja ganz ohne Verstand und Empfindung ist-Auch ist offenbar, daß diese Pflicht in zusammen^

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