scharrt den Boden, schnaubend und wiehernd vorKampflust.Da schmettern die Trompeten, es erwartet nicht deSReiters Sporn, sprengt entgegen den blitzenden Lanzen-reihen. Es ist eins mit seinem Führer, ein Wille be-herrscht beyde, ein Held sind groß und Reiter zusammen.Das Roß ist des Reiters Schild, es ist sein Pfeil, mitdem er zugleich in die Reihen der Feinde trifft. DesRoßes Mähne flattert eine schwarze Todesfahne demblinkenden Schwert des Reiters voran. Es steht vorder Lanze, aber es zittert nicht, bleibt besonnen, uner-schrocken und fest wie ein Fels mitten im Rauch undim Donner des Geschützes. Nicht das Getümmel, nichtdas Sausen der Kugeln, nicht der Wunden und Ster-benden Klagen heißen es wanken. Ist sein Führer ge-fallen, es stellt sich in die Reihen der Genossen, esstürzt allein in das Gewitter der Schlacht. Und blutenihm selber tiefe Wunden, nimmer vernimmt man von ihmeinen Klageton, nimmer ein Zeichen des Schmerzens,nur Freude, nur Kampflust wecken seine Stimme.
Ernst und langsam schreitet das Pferd hinter demTrauerwagen des Helden, den es trug, einher. Die RosseAchills weinten ob dem Gefallenen, Cid's treue Babiesafolgte mit gesenktem Haupt ihrem Herrn zum Grabe.—Aber es gewinnt den Muth, es erwacht sein Stolz,wenn es unter dem Schall der Trompeten den Triumph-wagen zieht. Mit goldnem Gebiß, mit funkelndem Zügel,mit Purpurdecken geschmückt schreitet der Andalusier