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in München eine kleine Summe hast, bis du mehrverdienen kannst. Ich weiß, daß du darin denkstwie ich, du möchtest keine Almosen empfangen, solange dir Gott die Kraft läßt, zu arbeiten."
Dann wendete sich der Pfarrer an Gustav, deraufmerksam auf jedes Wort seines Vaters gelauschthatte: „Jetzt bist du noch zu jung, um deinerMutter darin helfen zu können, mein Sohn," sagteer; „aber so Gott will, wird der Tag kommen, wodu für sie arbeiten kannst. Jetzt mußt du tüchtiglernen, damit du ihr später desto besser beizustehenvermagst. Denke nur immer daran, daß dein Vaterdir sterbend die Mutter vertraute, und daß er leichterstarb, weil er sich fest auf dich verließ."
Die Worte machten einen tiefen Eindruck aufGustav; von der Stunde an hatte der Knabe sichverändert; vorher war er der Lustigste der Lustigengewesen, stets zum Spielen und Scherzen aufgelegt,jetzt wurde er ernst und nachdenklich, immer daraufbedacht, seiner Mutter jede Mühe abzunehmen, siezu trösten und ihr einen Dienst zu leisten, wo ernur konnte.
Als der Pfarrer in sein Grab gelegt wordenwar, beeilte sich die Wittwe, den Rath ihres Man-nes zu befolgen. Das Dorf, wo sie wohnten, warklein, und es lebten keine reichen Leute dort; aberAlle strengten sich auf das Aeußerste an, der armen,