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' stückes so gut gelungen, so gab ihm die- Muth auchnunmehr den Versuch mit einem ganzen Instru-mente zu machen. Er verfertigte daher allerlei^ Schalmeyen, Quer- und Schnabelpfeifen, .und an-^ dere Blasinstrumente, wie sie die dortigen Aelpleri lieben, und machte einen eigenen Handelszweig dar-^ auS, indem er um einen billigen Preis die Kna«ben seines Alters damit versah, und das Stuck! um 3 bis 9 Lätzen unter ihnen absetzte. Ja, alSer es darin nach und nach zu einiger Fertigkeit ge-bracht, löste er aus einer ordinären aber gut aus-gearbeiteten Flöte doch nie über 2 Gulden, wie-wohl er dies damals für eine bedeutende Summehielt.
Seine Liebs zur Musik, besonders aber zurVerfertigung musikalischer Instrumente, wuchs von> Jahr zu Jahr. Da er aber für die Alpenwirth-schafr zu Geschäften auf der Wiese und im Viehstallbestimmt war, konnte er nur die Nacht und dieÄ wenigen Nebenstunden zu seiner LieblingSbeschafti-e gung verwenden. Für den Hausgebrauch und auf1! den Kauf mußte er allerlei Arten von hölzernem
- Geschirr, Rechen, Schaufeln, Melkeimer, auch höl-zernen Uhren, Hobel, Spinnräder und dergl. ver-
- fertigen. Man kann aber leicht denken. Laß ihm^ dieses niedere Schnitzwerk nicht mehr recht behagen
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