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Interessante Züge aus dem Jugendleben berühmter Künstler, Gelehrten, Kraftgenies, und anderer merkwürdiger Personen : Zur Nacheiferung für die heranreifende Jugend ... / von Johann Friedrich Franz, evangel. Pfarrer in Mogelsberg, K. St. Gallen
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Königsberg hinaus, und hinterließ ein Vermögenvon mehr als 140,000 Thaler. Schon als Knabewidmete er sich mit »»ermüdetem Fleiße der Lec-türe der alten Klassiker, und Cicero, Plinius,Seneka Und Plutarch wären abwechselnd seine treue-sten Gesellschafter. Um seinem Hange, ihre Schrif-ten ungestört genießen zu können , nachzuhängen ;brachte er halbe Tage in der freien Natur, ent-fernt vom Geräusche der Welt, zu. Die Stelleder Schrift: ich muß seyn in dem das meines Va-ters ist; war ihm sehr rührend, und nach derihr beigelegten Erklärung hielt er sich !m Som-mer im Garten, den er für Gottes Tempel hielt,auf. Hier las er, lernte er auswendig, undbrachte alles in seinem Kopf in gewisse Fächer. Oftdachte er; wenn er Bienen um sich her sumsenhörte, daß es seine Collegen wären. Der Fleißdieser kleinen Thierchen stärkte ihn sehr in seinemVorsatz, nie müßig zu. seyn. Daher konnte eraber noch in seinem Alter betheuern, daß er keinenTag gelebt und verlebt habe, an dem er nicht we-nigstens etwas in den Bienenstock getragen und ge-lernt hätte, O Jüngling, gehe hin, und thuedesgleichen!