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rer, der bei seinem rauhen und finster« Benehmendoch auch manches Gute an sich hatte, den Vaterdes jungen Heinrich zu bereden, er mochte dochseinen Sohn studieren lassen, er versprach sogarVorschub zu thun; allein dieser Berg war zu hoch,— er ließ sich nicht ersteigen. *)
3 !.
Gottfried Ephraim Leßing,
geb. zu Kamenz 1729, gest- 1731.
Leßing war der Sohn eines Predigers,der den Kleinen, sobald er nur etwas lallen könn-ts, zum Gebet anhielt und eine religiöse Erziehungertheilte, daher er schon im fünften Jahre seines Al-ters mußte, was, warum und wie er glaubensollte, da der Vater, der damals unter die aufge-klärtesten Theologen seiner Zeit gehörte, ihm denersten mu-tliMen Unterricht selbst beibrachte. DasBeispiel des fleißigen Vaters, der fast nicht ausseiner Skudierstube kam, erweckte in dem jungenSohne eine sehr frühzeitige Bücherlust. Er lerntemit eben so großer Leichtigkeit, und that nichtslieber, als sogar zum Zeitvertreibe in Büchern
') Siehe Heinrich Stillings Jünglings-jähre. Berlin und Leipzig 1778. 8.