262
herumblättern, wenn er auch nicht immerfort dar-in gelsrnet hatte.
Als ihn ein Maler im fünften Jahre seinesAlters mit einem Käfich, in welchem ein Vogelsaß, malen wollte, hatte dieser Vorschlag seineganze kindische Mißbilligung. Mit einem großenHaufen Bücher, sagte er, müssen sie mich malen,oder ich mag lieber gar nicht gemalt seyn.
Im Juni 1ss4l wurde er auf die Fürsten-schule nach Meißen geschickt, wo er fünf Jahrezubrachte. Einst besuchte ihn sein Vater, und er-kundigte sich bei diesem Anlaß bei dem Rector derSchule nach den Fortschritten des Sohnes. DerLehrer gab ihm folgende derbe Antwort, die aberein großes Lob enthielt: „Ihr Sohn ist ein Pferd,das doppeltes Futter haben muß; die Lectionen,die andern zu schwer werden, sind ihm kinderleicht.Wir können ihn fast nicht mehr brauchen."
32 ,
Johann Heinrich Lips,Kupferstecher,
geboren zu Kloten, ohnweit Aürich 17S8, gestorbenim May tk!l7 zu Zürlch.
Die Eltern dieses berühmten Kupferstechers