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springen konnte. Bei solchen und ähnlichen Spie-lereien — er war nämlich auch ein großer Liebhabervon Tauben, versäumte er die wichtige Schul-zeit, und hatte zu solchen nöthigen Hauptbeschäfti-gungen weder Lust noch Zeit, und wenn seineGroßmutter meinte, der Kleine säße fleißig auf derSchulbank, so schiffte er vielmehr in Rinnsteinenund Teichen umher; dies machte ihm so viel zuschaffen, daß er weder bei Tag noch bei Nacht da-vor ruhen konnte-
Einst nahm ihn aber sein Herr Pathe dafürernstlich in die Kur, und gab ihm zu bedenken,daß, wenn er ein Schiffer werden wolle, so muffeer auch fleißig in die Schule gehen, eine firmeHand schreiben und gut rechnen lernen, sonst dürfeer nie an so etwas denken. Er sann darüber nach,fand daß der Herr Pathe recht habe, schaffte seineTauben ab, und bekam nun einen so brennendenTrieb zur Schule, daß ihn die Lernbegierde aufallen Schritten und Tritten verfolgte. Er wollteund mußte ja ein Schiffer werden! daher hartenauch alle seine heiligen Christgeschenke, woran esder Herr Parhe nicht fehlen ließ, immer eine Be-ziehung auf die Schifferschaft. Bald war es einrunder holländischer Matrosenhut, bald lange Schis-