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seine Eltern, doch half die göttliche Vorsehung, daßdemohngeachtet für seine Erziehung gesorgt ward.Hierzu kam noch, daß er einen ungemein starkenTrieb zum Studieren besaß, und da er aus Dürf-tigkeit sein Vaterland verlassen mußte, wurde ersckon in seinem t3ten Jahre auf einem DorfeSchulmeister. Mir dem wenigen Gelde, welches erdamals sammelte, begab er stch nach Paris, umseine Studien fortzusetzen. Er wurde aber gleichbei seiner Ankunft beraubt, und verfiel in eineKrankheit^ welche ihn länger als 2 Jahre im Hos-pital eingeschlossen hielte Wegen seiner Armuthverließ er Paris wieder, bis er sich durch Nachlesender Aehren auf dem Lande so viel wieder gesam-melt hattedaß er Kleider kaufen und dahin zu-rückkehren konnte, um seine Studien wir neuemEifer wieder anzufangen.
Alle diese kleinen Umstände würden, ob siegleich außerordentlich sind, doch nicht sehr merk-würdig seyn, wenn sie nicht zeigten, wie unüber-windlich stark die Liebe zu den Wissenschaften sey;am stärksten oft, wenn sie die größten Hindernissezu bestreiten hat.
Dieser so lernbegierige Jüngling nahm daraufim Collegid der heiligen Barbara Dienste an, wo
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