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Interessante Züge aus dem Jugendleben berühmter Künstler, Gelehrten, Kraftgenies, und anderer merkwürdiger Personen : Zur Nacheiferung für die heranreifende Jugend ... / von Johann Friedrich Franz, evangel. Pfarrer in Mogelsberg, K. St. Gallen
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er seiner Neigung völlige Genüge leisten sonnte.Da er vernahm, daß es noch Juden gäbe, unddaß sie sich hebräischer Buchstaben bedienten, ruheteer nicht eher, bis er ein hebräisches Alphabet aus-findig gemacht hatte, und mit Hülfe einer Gram-matik erlernte er in Kurzem die Sprache selbst.Eben so machte er sich auch die griechische Sprache,ohne Anführung eines Lehrers, bekannt. Man botihm darauf ein Lehramt in Portugal mit einer an-sehnlichen Besoldung an; allein er glaubte, daßnoch zu viel übrig sey, daS er selbst lernen müßte,alS daß er Andre unterrichten konnte.

41 .

Johann Racine,

geboren 1639 , gestorben 1699-

Racine wurde von dem Küster bei der Ab-tei zu Port-Royal, einem gelehrten Manne, er-zogen. Dieser lehrte ihn daS Griechische, und ehenoch ein Jahr vergieng, brachte er ihn so weit,daß er die Trauerspiele des Sophokles und Euripi-des verstand. Er hatte eine solche Begierde zu denWissenschaften , und ' besonders zur griechischenSprache, daß er in dem Holze bei Povt.Royal