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lichen Liebe. Es ist nur einer Mutter mög-lich, sich ohne Bedenken, ohne irgend eineRücksicht, unbedingt für ihr Kind aufzuopfern,und dessen Erhaltung auf Kosten ihres eige-nen Daseyns zu sichern.
Die Marquisin von Spadara, eine geborneFranzösin, Gattin eines SizilianerS, zeigt unsein erhabenes Beyspiel davon. Zärtliche Müt-ter, allein geeignet diese Liebe in ihrer wah-rcn Wesenheit zu beurtheilen, werden ihremAndenken eine Thräne weihen. —
2n dem Augenblicke, als Messina durch ei-ne jener schrecklichen Erschütterungen litt, wel-che die Stadt in einen Haufen Asche und inRuinen umzugestalten drohten, floh der Marquisvon Spadara, einer der vornehmsten Einwoh-ner, mit der verzweiflungsvollen, unglückli-chen Menge nach dem Hafen, seine ohnmächti-ge Gattin in den Armen tragend. Er erreichteeine Barke und wollte sich und die Marquisineilends aus der allgemeinen Zerstörung, wel-che durch das fürchterliche Erdbeben seiner Hei-