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Blumen auf fremdem Boden : für die heimatliche Jugend gesammelt / von einem Luzerner
Entstehung
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54
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Math bevorstand, retten. Da öffnete die Marqui-sin ihre Augen. Wo ist mein Sohn? rief sieaus, er befindet sich nicht bey uns. Ihr Gatteerwiederte: er habe nur noch Zeit gehabt, sichmit ihr zu beschäftigen, und eS der göttlichenVorsehung überlassen müssen, für das unglück-liche Kind zu sorgen. Man sieht wohl, sagte dietrostlose Frau, daß Sie die Gefühle einer Mutternicht kennen. Dieses sprechend entriß sie sich seinenArmen, stürzte fort, und wollte in die Stadt zu-rückkehren. Der Marquis beschwor sie verge-bens zu bleiben. Er warf sich zu ihren Füssen,umfaßte und benetzte dieselben mit seinen Thrä-nen; da er aber sah, daß sie darauf beharrte,den Sohn mit Aufopferung ihres eigenen Le-bens retten zu wollen, war er genöttngt siemit Gewalt zurückzuhalten und der Aufsichteiniger treuen Dienerinnen zu übergeben, diesich ihren Bemühungen zum Entfliehen aus al-ler Macht entgegensetzten.

Der allzugefühlvollen Mutter aber gelanges doch endlich einen günstigen Augenblick zu