O.
Landesmuseum und Polytechnikum.
Dem Schweizer vor allen geziemt es, in den Entwicklungs-gang seines Landes und Volkes eingeweiht zu sein, denn er vorallen soll sein Vaterland lieben. Die herrliche Natur unsererHeimat ist es nicht allein, es ist auch die Geschichte, es sind dieThaten der Väter, die uns begeistern. Die Natur liegt wie einSpiegel offen vor uns da, das Buch der Geschichte müssen wirselbst aufschlagen. Das Landesmuseum soll « ein grosses Bilder-buch der Schweizergeschichte » werden. Es wird mithelfen, unsund den zukünftigen Geschlechtern jene Freiheitsliebe einzupflanzen,die unsere Väter gross gemacht hat. Darum muss es auch inenge Beziehung zu der höchsten eidgenössischen Schulanstalt, demPolytechnikum, gebracht werden. Der göttliche Funke der Frei-heit soll von den Jünglingen, die nach Zürich kommen, um dasBeste zu gewinnen, was Wissenschaft und Kunst zu bieten ver-mögen, hinausgetragen werden in alle Gauen unseres Vaterlandes.
Doch abgesehen von dieser wohlthätigen Wirkung des Landes-museums, darf noch speziell die Wichtigkeit desselben für dieBauschule des Polytechnikums erwähnt werden.
Zürich ist nicht so reich an Anschauungsmaterial für denangehenden Architekten, wie manche andere Sitze polytech-nischer Schulen. Das Landesmuseum mit seinen Schätzen würde
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