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Band 1.
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Gozzadini in Bologna, dass diese Funde fast gleichaltrig mit denjenigen von Golasecca und Villanova seien, und der älteren Eisenzeit (Hallstattperiode) angehören. Ueber einenweiteren Fund, der im Jahre 1878 in Castaneda im Misox, eine Stunde oberhalb Arbedo ,gemacht wurde, berichtet C. Kind imAnzeiger von 1880, S. 70 u. ff. Ausser denbereits bei Molinazzo namhaft gemachten Objekten, deren Aufzählung wir hier nicht wieder-holen wollen, wurde eine Bronzesitula gefunden. Die Gräber von Castaneda zeigen den-selben Charakter wie diejenigen von Molinazzo-dArbedo. Endlich berichtet R. Forrer inderAntiqua vom Jahre 1885, S. 49 u. ff., über die Funde von Molinazzo und Casta-neda. Der uns zugewiesene beschränkte Raum gestattet uns indessen nicht, hier aufdiese verdienstliche Arbeit näher einzutreten.

Lange Zeit erhielt man keinerlei Nachrichten über in jener Gegend gemachte,weitere Grabfunde. Erst im August 1892 sandte ein in Bellinzona wohnender, jungerMann, Gotthard End, an die Direktion des Landesmuseums eine Anzahl Fundstückeaus Gräbern von Castione und den nachfolgenden Bericht:

Im Anfang des Monats Juni 1892 liess die Gotthardbahn die Wagenrampeder Station Castione verlängern. Das hiezu nötige Material wurde durch Abgra-bung einer unmittelbar an der Bahnlinie gelegenen, allmälig gegen den Berg an-steigenden Wiese gewonnen. Die Arbeiter untergruben die Böschung dieser Wieseund stiessen dabei auf Totenschädel, die nach Aussage derselben pyramidenförmigaufgeschichtet waren. Bald kamen auch Töpfe, im ganzen etwa zehn Stück, zumVorschein. Drei derselben habe ich angekauft, von diesen sandte ich zwei aneinen Antiquitätenhändler in Schiers , den dritten habe ich noch zu Hause, er istoben zerbrochen, trägt aber eigentümliche Zeichen, wie Stempelmarken, an seinemBauche. Später erwarb ich noch zwei weitere Töpfe. Man fand viele Haftnadeln,Armringe, sowie Ringe zum Aufreihen an Schnüre, alles aus Bronze. Die meistenStücke wurden von den Hirtenjungen verschleppt, andere von den Passanten weg- genommen.

Schon eine oder zwei Wochen waren seit dem Funde verflossen, als ichdavon Kenntnis erhielt. In derRiforma stand folgende kurze Notiz:

In Castione fand man in einer Erdgrube 11 Totenschädel, sowie einigealte Töpfe und Gerätschaften aus Bronze.

Einen der nächsten Abende benutzte ich, um nach Castione zu gehen undmir die Sache anzusehen. Bald darauf machte ich einem befreundeten Manne,der sich für Altertümer interessiert, Mitteilung von dem Funde. Derselbe rietmir, dem Landesmuseum Kenntnis von demselben zu geben. Daraufhin kaufteich den Fund, den ich Ihnen anfangs dieses Monats habe zugehen lassen. Wegen

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