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Band 1.
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kommen in beiden Gräberfeldern kleine Ringe aus Bronze oder Eisen, gebuckelte Ringe undkesselförmige Anhänger aus Bronze vor, Pianezzo besitzt ferner Spiralohrringe mit Bern-steinperle, G u d o weist ebenfalls Ohrringe dieser Konstruktion auf, dagegen finden wir dort ausser-dem noch geschlossene Ohrringe und bügelförmige Ohrgehänge mit Bernsteinperle.In Gudo treffen wir ferner vier getriebene Gürtelbleche aus Bronze, sowie Gürtelhakenaus Bronze und Eisen, während in Pianezzo nur die beiden letztem Gürtelgarnituren Vorkommen.Endlich sind an beiden Orten die Bernsteinperlen und die blauen Glasperlen vertreten.Eine noch grössere Aenlichkeit finden wir bei den Tongefässen der beiden Gräberfelder. Anbeiden Orten treffen wir kleine kürbisförmige Urnen ohne Henkel, in Gudo ausserdem auchsolche mit Henkel, sodann kommen sowohl in Gudo als in Pianezzo , Krüge und Henkelkrüge,Töpfe und Henkeltöpfe, gewölbte und konische Schalen sowie glockenförmige Becher vor. Ausser-dem fand man in beiden Gräberfeldern einige Situlae aus Bronze. Geräte wurden bloss in Gudo und auch hier nur in beschränkter Zahl gefunden. Waffen kamen in keinem der beiden Gräberfeldervor. Das bedeutend grössere Gräberfeld von Gudo zeichnet sich also vor Pianezzo nur durchein etwas mannigfaltigeres Inventar aus.

In beiden Gräberfeldern ist hauptsächlich die j ü n g e r e Periode der ersten Eisenzeitund die erste Periode der zweiten Eisenzeit vertreten. Die in der Ueberdeckung desGrabes Nr. 153 von Gudo gefundene Knopffibel weist jedoch darauf hin, dass dieses Gräberfeldursprünglich auch Gräber aus der ältern Periode der ersten Eisenzeit enthielt.

Aus allem oben Gesagten geht mit Sicherheit hervor, dass die Ligurer sowohl das Gräber-feld von Pianezzo als auch dasjenige von Gudo benutzt haben. Weniger gewiss ist dagegen,ob auch die Nachfolger der Ligurer, dieLeponti dasselbe noch in Gebrauch nahmen, oderob sie ihre Toten von Anfang an im Gräberfelde von Giubiasco bestatteten. Die Möglichkeit,dass das Gräberfeld von-Gudo schon in der ältern Periode der ersten Eisenzeit im Gebrauchewar, ist nach dem oben Gesagten nicht ausgeschlossen. Ganz sicher ist dagegen, dass dasselbe amAnfänge der Mittel la-Tene Periode, etweder durch einen Bergsturz oder durch eine Ueberschwem-mung des Tessinflusses mit einer fast fünf Meter dicken Schicht Schutt und Kies bedeckt wurdeund deshalb von jenem Zeitpunkte an nicht mehr benutzt werden konnte. Diesem Umstande habenwir ja auch, wie oben bemerkt wurde, die Erhaltung seiner Grab-Ueberdeckungen zu verdanken.

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