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Geschichte der Zürcherischen Seidenindustrie vom Schlusse des 13. Jahrhunderts an bis in die neuere Zeit / Im Auftrage der Tit. Aufsichtskommission der Seidenwebschule bearbeitet von Adolf Bürkli-Meyer
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Geschlechte von Orelli. Einer davon, unter Firma MelchiorOrell jünger und Gebrüder beim Kiirisshelm, zahlt für dasJahr 1681 in den Stadtseckel an sogenanntem Pfundzolt(2 Haller von jedem Pfund oder halben Gulden Geschäfts-umsatz O, 83 0 /o) den hohen Betrag von 1822 Pfund, dasJahr darauf wieder 1752 Pfund. Es sind dies die höchstenBeträge, welche in den genannten Jahren von Seite derzürcherischen Kaufleute dem Stadtseckel zuflossen. Der hohePfundzoll, der den in Zürich verburgerten Kaufleuten alljähr-lich der Regierung zu bezahlen oblag, wurde als Gegen-leistung für das Handelsprivilegium angesehen, bei dem dieRegierung die Burger gegenüber den Landleuten zu schützenhatte.

Ein Urenkel des Aloys, mit Namen Joseph Orell, geb.1656, versuchte um das Jahr 1689 die Einführung derTaffetband-Weberei. Einige der Locarner hatten in Zürich früher diesen Industriezweig betrieben, waren dann aber unterdem Druck der einheimischen Posamenter von Zürich nachBasel übergesiedelt, wo sie sich bleibend niederliessen. JosephOrell war mit einer Tochter des Gerichtsherrn von Weiningen ,Junker Hans Meyer von Knonau, verheiratet. Der Abt vonEinsiedeln , als Lehensherr der Vogtei Weiningen, erlaubte nundem Joseph Orell, mit Hilfe eines französischen Exulanteneine Bandfabrik in Weiningen zu errichten. Der Rat von Zürich verfugte indessen in seinem Schreiben an den Prälaten vonEinsiedeln vom 30. Juni 1690 die Aufhebung derselben mitden gestrengen Worten: » Er werde niemals dulden, dass