Die neolithische oder jüngere Steinzeit.
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Auf Java sind die Pfahlbauten seltener, doch kommen sie vor.Jagor besuchte z. B. das Dorf Paniteng, das nur zu Schiff zu er-reichen war und ganz auf Pfählen stand.
Je tiefer wir uns nun aber in den Archipel hinein begeben, umso zahlreicher werden die Pfahldörfer und Pfahlstädte. Es ist un-möglich, auch nur die grossem derselben anzuführen; wir müssenuns mit einer Übersicht begnügen.
Auf Borneo finden sich Pfahl- und Flossbauten in allen Teilendes Landes. Interessant sind die Häuser der Eingebornen oderÜajaker, deren jedes gewissermassen ein Dorf bildet, in welchemeine ganze Sippe wohnt. Sie sind oft 200—3°° Fuss (60—90 m)lang und 40—50 Fuss ( 12 —15 m) breit. In Samarinda an der Ost-küste stehen die Häuser auf Bambuspfählen 8—10 P'uss (2—3 m) überdem Boden, und zwischen und unter ihnen befinden sich die Gräberder Verstorbenen. Tangarung, ein Ort mit 5000 PJnwohnern, gleichtEamarinda; doch kommen daselbst auch Plosswohnungen vor. DasVenedig Borneo’s ist Bandjer oder Bandjermasin mit 38000 Ein-wohnern. Die Häuser dieser Stadt stehen entweder auf Stelzen imWasser, oder sie schwimmen. Auch Brunei , die Hauptstadt desgleichnamigen Sultanats, ist eine echte Pfahlbaustadt.
Auf den Philippinen finden sich ebenfalls zahlreiche Pfahl-kauten. Dieser Archipel ist ausgezeichnet durch eine Menge kleinerklüsse mit weiten Mündungen. Solche Örtlichkeiten haben vonjeher eine grosse Anziehungskraft für Ansiedler gehabt. Der Fluss ' s t eine von der Natur gegebene Strasse, und vielerorts sind bisai 'f den heutigen Tag keine andern Wege vorhanden. An denÜfern gedeihen Kokos- und Nipapalmen, hinter welchen sichdie Reisfelder ausbreiten. In den Flussmündungen ist der Fischfanga m ergiebigsten, und die Uferstrecken liefern Muscheln, Krabbenund essbare Algen. An solchen Orten errichtet der EingeborneSe in Haus auf Pfählen an der Grenze zwischen Ebbe und Flut.Fs steht die Hütte des Tagalen über den Flüssen Mandats; dieBehausung des Igorroten auf Luzon ist auf 4 Pfähle gestellt; diePambushiitten von Mindanao befinden sich auf Pfahlwerk einige
küss über der Erde. (
In der Inselgruppe der Molukken finden sich I fahl autenCelebes, Amboina , Ceram und Kilwaru. Der reichste Fürst vonCelebes , Beherrscher des Königreichs Goa , wohnt in einem a 1 -kau, 4 km südlich von Macassar, welche Stadt auch Pfai Ul eIuufweist. Die in Nordcelebes gelegene Stadt Tondano ist sciondurch Dcjmont d’Urville beschrieben und in seinem Werke oyagede l’Astrolabe abgebildet worden. Früher wohnten die Finge ornen