Die Eisenzeit. 369
aus Eisen bestehend, weisen sanftgeschweifte, mit Dorn verseheneKlingen auf, wie solche auch in Hallstatt gefunden wurden.
Unter den Schmucksachen aus unserer Nekro-pole giebt es mehrere eigentümliche Formen. Nebeneinfachen, körbchenartigen Gehängen (Fig. 355), diewohl als Ohrschmuck benutzt wurden, finden sich ring-förmige Stücke mit angehängten Nachbildungen vonFüsschen (Fig. 356) und an zwei anderen Ringleinhängt je ein Bronzefigürchen, Männlein und Weiblein(Fig. 357). Diese Gegenstände dienten als Amulete.
Während die Schmucknadeln von Unter-Funkhofen aus Bronzebestehen, giebt es unter den Ringen solche aus Bronze, Silber und
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Fig- 355-Ohrgehänge ausLunlchofen.
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Fig. 356 und 357-
Schmuckgehänge aus einem Grabhügel bei Unter-Lunkhofen.
Gold, sogar aus Gagat und Bernstein . Zwei hohle Armringe sindaus Silber verfertigt, die über ihre Enden gezogene Schliesse oder
Schlaufe aber besteht aus reich-verziertem Goldblech (Fig. 358).
Die Fibeln erscheinen spärlich;eine derselben trägt eine sehr lange
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Fig. 358.
Silberring mit Goldschliesse (6: vergrössert) auseinem Grabhügel bei Lunkhofen.
Fig. 359-
Fibel aus Unter-Lunkhofen.
-< Spirale und ist am aufgestellten Fuss mit eingelegtem Email versehen(Fig. 359), eine andere weist eine Bügel- und eine Fusspauke auf.
Wir bilden in Fig. 360 ein Gürtelbeschläge aus den Grabhügel-funden vom Bärhau ab, welches aus vier kleinen Bronzeringen undeinem viereckigen, an den Enden mit Knöpfen versehenen Mittel-
Heierli, Urgeschichte der Schweiz. 24